Ein guter Plan heute ist besser als ein perfekter Plan morgen – Projektplanung für mein Studio

Es geht voran – aber langsam. Aber immerhin geht es voran in meinem zukünftigen Studio. Neben der regulärem Arbeit und neben den anderen Wochenend-Verpflichtungen nimmt zumindest der Plan jetzt Formen an!

Den Satz mit dem perfekten Plan hat übrigens George Smith Patton gesagt. Ein amerikanischer General aus dem zweiten Weltkrieg. Erfolgreich – aber mit einem ziemlich fieser Charakter versehen. Na ja, was erwartet man von einem Weltkriegsgeneral? Sicher keine Empathie. Immerhin hat er viele Schlachten gewinnen lassen und ein ganzes Dorf ist heute nördlich von Stuttgart nach ihm benannt: Pattonville. Klingt nicht sehr schwäbisch, aber  – ich schweife ab.

In meinem Ingenieursberuf habe ich gelernt, dass so ein Plan wichtig ist – und inzwischen neige ich sogar dazu für Fotoprojekte kleine Pläne aufzustellen. Das hat sich durchaus bewährt!

Also habe ich auch einen Plan für den Studiobau und diese Punkte habe ich sogar schon abgehakt :

  • Eine genaue Zeichnung des Raums ist angefertigt – den Grundriss habe ich mit Microsoft Visio erstellt.
  • Die alten Steckdosen und Schalter sind entfernt
  • Der Boden ist mit Folie ausgelegt und die Tür- und Fensterrahmen abgeklebt
  • Alle Materialien habe ich besorgt und im Nebenraum bereitgestellt, so dass Platz zum arbeiten bleibt.
  • Die Decke habe ich schon weiß überstrichen
  • den Stromzähler habe ich bei den Stadtwerken angemeldet und so kann ich Maschinen benutzen und habe im dunkeln Licht. Wie praktisch!

Derzeit zeichne ich die Löcher für alle Befestigungen an. Alle, solange ich sie jetzt schon geplant habe! Das sind viele: Für Regal, Hintergrundsystem, Klapptisch, Deckenhaken und Seitenwandrollos. Dabei schreibe ich Durchmesser und die Tiefe der Löcher gleich mit dran. Insgesamt werden es jetzt schon knapp 100 Löcher!

Aber der Rest vom Plan ist noch lang:

  • Die Löcher müssen gebohrt werden. Und das auf jeden Fall vor dem eigentlichen Streichen der Wände – wegen des Staubs.
  • Ein neuer Rollladengurt muss montiert werden und der Rollladenkasten abgedichtet werden. Heizung und Abdunkelung sind Grundfunktionen im Studio!
  • Die Wände werde ich weiß streichen, die Rückwand wird dabei dunkelgrau, um Reflexionen zu vermeiden.
  • Regal, Rollos und Klapptisch müssen montiert werden. Dann muss ich das Hintergrundsystem aufhängen.
  • Dann müssen die Folien und Klebebänder wieder ab
  • Die neuen Schalter, Steckdosen und Deckenlampen müssen montiert werden
  • Alle Fotosachen müssen eingeräumt werden
  • Und dann natürlich: Erste Shootings zur Einweihung machen!

Soweit die Planelemente. Eine Zeitplanung habe ich bewusst nicht gemacht. Wie schon im letzten Artikel geschrieben, hat das Studio keine Priorität, sondern eher ein Opportunitätsprojekt.

Aber vor Weihnachten möchte ich dann doch fertig sein. Denn dann kann ich in den kalten Monaten an die ersten Projekte gehen.

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